Deutschland hat nach dem Hurrikan Irma in den USA Rettungsmissionen auf den Weg gebracht. Nach einem Beschluss des Krisenstabes vom Sonntag werde das Auswärtige Amt ein Krisenunterstützungsteam mit einem Airbus A340 der Flugbereitschaft der Bundeswehr in die USA entsenden, hieß es aus Regierungskreisen. Die Maschine solle ein Team, das aus Experten des Auswärtigen Amts, des Technischen Hilfswerks und der Bundeswehr bestehe, sowie Material in die USA bringen. Ziel sei es, betroffenen Deutschen in der Region zu helfen. Einem Bericht des Spiegel zufolge kommt zudem ein Airbus A310 der Luftwaffe zum Einsatz, der sich ohnehin in den USA befinde.

Auch ein Militärjet vom Typ A400M ist nach Informationen aus Regierungskreisen an einem Rettungseinsatz in der Karibik beteiligt, der unter dem Europäischen Lufttransportkommando EATC steht. Die Maschine der Luftwaffe ist nach Informationen des Spiegel mit Hilfsgütern nach Curaçao aufgebrochen. Der A400M soll anschließend nach Saint-Martin weiterfliegen. Ein großer Teil der Gebäude auf der Karibikinsel wurde von dem Hurrikan zerstört.

Im amerikanischen Bundesstaat Florida sind mindestens vier Menschen infolge des Hurrikans gestorben. In Georgia und South Carolina meldeten die Behörden drei Tote. Es gab Berichte über Plünderungen und Einbrüche. US-Medien schilderten aus mehreren Städten an der Ostküste Floridas Überfälle, viele Täter seien bewaffnet. Die Polizei von Miami meldete 28 Festnahmen von mutmaßlichen Plünderern.

Die Zahl der Haushalte und Geschäfte ohne Strom ist auf 7,2 Millionen angestiegen. Allein in Florida seien es mehr als 6,5 Millionen, teilte die Katastrophenschutzbehörde des Staates mit. Auch Energieversorger in Georgia und South Carolina meldeten großflächige Ausfälle. Die genauen Schäden an den Stromleitungen waren noch nicht abzuschätzen. In einigen Gebieten könne es Wochen dauern, bis es wieder Elektrizität gebe.