Nach einem der stärksten Erdbeben in der Geschichte Mexikos sind mindestens 32 Menschen gestorben. Das teilten die mexikanischen Behörden mit. Präsident Enrique Peña Nieto sagte, es habe große Schäden gegeben. Knapp zwei Millionen Menschen waren vorübergehend ohne Strom. Aus Furcht vor einem Tsunami wurden Städte an der Pazifikküste geräumt. Das Beben der Stärke 8,2 hatte am späten Donnerstagabend den Süden des Landes erschüttert. Häuser stürzten ein, Menschen rannten in Panik auf die Straße.

Peña Nieto sprach vom stärksten Beben seit einem Jahrhundert. Es habe bereits 62 Nachbeben gegeben. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte lag der Erdbebenherd 165 Kilometer westlich von Tapachula im südmexikanischen Staat Chiapas in knapp 70 Kilometern Tiefe. Das Beben war damit noch stärker als bei der Katastrophe von 1985, als Erdstöße der Stärke 8,0 Teile von Mexiko-Stadt in Trümmer legten und Tausende Menschen ums Leben kamen.

Küstenstädte wurden geräumt

Bei dem nächtlichen Beben gerieten selbst im mehr als 1.000 Kilometer entfernten Mexiko-Stadt Häuser ins Schwanken. Menschen flohen im Schlafanzug auf die Straße. Das Pazifik-Tsunamiwarnzentrum teilte mit, vor Salina Cruz seien Wellen mit einer Höhe von einem Meter über der Gezeitenhöhe gemessen worden. Kleinere Wellen seien an der Küste beobachtet worden. Die Küstenstädte Tonalá und Puerto Maduro wurden geräumt, wie die Zivilschutzagentur von Chiapas bekanntgab. Sie verbreitete Fotos, auf denen Einwohner von einem Lastwagen steigen und offenbar in einen Schutzraum gehen. Weitere Einzelheiten wurden nicht mitgeteilt.

Der Präsident des Nachbarstaats Guatemala, Jimmy Morales, rief im Staatsfernsehen zur Ruhe auf. "Wir haben Berichte über einige Schäden und den Tod einer Person, obwohl wir noch immer keine exakten Details haben", sagte Morales.