Mexiko - Opferzahl nach Erdbeben steigt Das Beben in Mexiko war das stärkste seit 80 Jahren in dem Land. Es hatte eine Stärke von 8,1. Gebäude stürzten ein, viele Menschen starben. © Foto: Ronaldo Schemidt/AFP/Getty Images

Nach dem Erdbeben in Mexiko ist die Zahl der Toten auf mindestens 61 gestiegen. Laut Landwirtschaftsminister José Calzada wurden zudem allein im am stärksten betroffenen Bundesstaat Oaxaca mindestens 250 Menschen verletzt. Das Beben war mit einer Stärke von 8,1 das stärkste seit 80 Jahren in Mexiko.

Mit 36 Todesopfern wurde die Stadt Juchitán am stärksten getroffen. Unter anderem stürzten ein Krankenhaus und die Stadthalle ein. Auch in der 800 Kilometer vom Epizentrum entfernten Hauptstadt Mexiko-Stadt waren noch Erschütterungen zu spüren. Eine Tsunami-Warnung für die Region wurde nach einigen Stunden wieder aufgehoben. Zuvor waren an den Küsten von Oaxaca und Chiapas rund 8.000 Menschen in Notunterkünfte gebracht worden.

Das Zentrum des Bebens lag im Pazifik, 137 Kilometer südwestlich von Tonalá im Bundesstaat Chiapas in 19 Kilometern Tiefe. Mehr als 260 Nachbeben wurden gemessen. Betroffen waren neben Mexiko auch die Küsten von Guatemala, El Salvador, Costa Rica, Nicaragua, Panama, Honduras und Ecuador. Aus Guatemala wurden vier Verletzte und Beschädigungen an Häusern gemeldet.

Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto rief eine dreitägige Staatstrauer aus. Papst Franziskus sagte bei einem Gottesdienst in Kolumbien, er bete für "die, die ihr Leben verloren haben, und für ihre Familien".

Mexiko war im September 1985 von einem Erdbeben der Stärke 8,1 erschüttert worden. Dabei wurden große Teile der Hauptstadt zerstört. Mehr als 10.000 Menschen kamen ums Leben. Nach der Naturkatastrophe verschärften die Behörden die Bauvorschriften und führten ein Warnsystem ein. 

Nach dem Erdbeben hat auch der Hurrikan Katia die mexikanische Küste erreicht. Der Sturm traf in der Nacht zum Samstag als Hurrikan der Kategorie eins auf die Ostküste und wurde anschließend zum Tropensturm herabgestuft. Das US-Hurrikan-Zentrum warnte vor "lebensbedrohlichen Überschwemmungen und Schlammlawinen, insbesondere in bergigen Regionen". Betroffen waren am Samstag die Bundesstaaten Veracruz sowie Teile von Hidalgo und Puebla. Vorhergesagt wurden bis zu 64 Zentimeter Regen in einigen Gebieten.