Im Westjordanland hat ein Palästinenser drei Israelis erschossen. Wie die israelische Polizei mitteilte, schoss der Attentäter auf Wachleute in der jüdischen Siedlung Har Adar, nordwestlich von Jerusalem. Drei Israelis habe er dabei getötet und einen weiteren durch Schüsse verletzt.

Einsatzkräfte hätten daraufhin auf den Angreifer geschossen, er sei später seinen Verletzungen erlegen. Der verletzte Israeli wurde in ein Krankenhaus in Jerusalem gebracht, demnach war sein Zustand ernst.

Im seit 1967 besetzten Westjordanland und im von Israel annektierten Ost-Jerusalem leben etwa 600.000 Siedler. Ihre Wohnungen wurden auf Land errichtet, das die Palästinenser für sich beanspruchen. In der 1986 gegründeten Siedlung Har Adar leben etwa 4.000 Menschen.

Seit Oktober 2015 wurden bei Auseinandersetzungen zwischen Israelis und Palästinensern mindestens 295 Palästinenser oder arabische Israelis sowie 50 Israelis getötet. Nach Angaben der israelischen Behörden handelte es sich bei den meisten getöteten Palästinensern um Angreifer, die mit einem Messer, einer Schusswaffe oder einem Auto als Waffe vorgingen und daraufhin getötet worden sind.

Der UN-Sicherheitsrat hatte im Dezember einen vollständigen Siedlungsstopp Israels gefordert. Israelische Siedlungen seien ein großes Hindernis für einen gerechten, umfassenden und dauerhaften Frieden, heißt es in der UN-Resolution.