In Myanmar hat De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi  "Terroristen" für die "Fehlinformationen" zu dem Konflikt mit der muslimischen Minderheit der Rohingya beschuldigt. Sie wies die Kritik an der Regierung zurück. Kritiker sehen die Gewalt als Ursache dafür, dass etwa 125.000 Rohingya nach Bangladesch fliehen mussten. Suu Kyi warf dem Ausland vor, mit ihrer Unterstützung für die Rohingya den "Interessen von Terroristen" zu dienen.

In der Erklärung Suu Kyis hieß es weiter: "Der Terrorismus ist neu (in Myanmar), aber die Regierung wird ihr Bestes tun, um sicherzustellen, dass er sich nicht in ganz Rakhine ausbreitet." UN-Generalsekretär António Guterres hatte die Regierung in Myanmar zuvor aufgerufen, die Gewalt zu stoppen. Er warnte vor einer humanitären Katastrophe und einer Destabilisierung in der Region.

In Rakhine kämpft die Armee seit etwa zwei Wochen gegen muslimische Rebellen. Dabei wurden Hunderte Menschen getötet. Nach Angaben der Behörden in Bangladesch ertranken mindestens fünf Kinder bei dem Versuch, mit Booten den Grenzfluss Naf zu überqueren. Zahlreiche werden dort vermisst.

Myanmar - 125.000 Rohingya auf der Flucht Die islamische Minderheit flieht vor Gewalt und Unterdrückung aus dem buddhistischen Myanmar ins benachbarte Bangladesch. Die dortige Regierung möchte die Geflüchteten auf eine einsame Insel zu überführen. © Foto: K M ASAD / Getty Images

Landminen in Myanmar an der Grenze zu Bangladesch platziert

Nach Angaben aus Regierungskreisen in Bangladesch wurden in Myanmar an einem Teil der Grenze Landminen platziert. Damit sollten vermutlich die aus Myanmar geflohenen muslimischen Rohingya an einer Rückkehr gehindert werden, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Die Regierung von Bangladesch werde Protest dagegen einlegen, dass so nah an der Grenze Landminen ausgelegt würden.

Demnach würden Landminen auf dem Gebiet Mynamars entlang des Stacheldrahtzauns ausgelegt. Davon habe Bangladesch von Informanten sowie durch Beweisfotos erfahren. Zudem hätten die heimischen Truppen mehrere Gruppen beobachtet, die in der Nähe der Grenzzäune etwas im Boden vergraben hätten. Bangladeschs Innenministerium reagierte nicht auf eine Anfrage. In Myanmar hieß es in Militärkreisen, Landminen seien in den 1990er Jahren ausgelegt worden. Seitdem versuche das Militär allerdings, die Minen wieder zu entfernen und habe keine neuen platziert.