Ein Flugzeug der Umweltschutzorganisation Greenpeace ist im brasilianischen Amazonasgebiet abgestürzt. Eine 29-jährige Schwedin starb bei dem Unglück am Dienstag, weitere vier Insassen erlitten Verletzungen, berichtete das Nachrichtenportal G1 unter Berufung auf die Polizei und das schwedische Konsulat in Manaus.

"Mit tiefer Traurigkeit bestätigen wir den Tod einer unserer Kolleginnen bei einem tragischen Unfall im Amazonasgebiet", teilte Greenpeace Brasilien mit. Bei der verunglückten Maschine handelte es sich um eine einmotorige Cessna Caravan 208. Das Flugzeug sei in den Fluss Negro im Nationalpark Anavilhanas gestürzt, 100 Kilometer nordwestlich von Manaus. Die Ursache des Unfalls ist noch ungeklärt.

Neben der tödlich verunglückten Schwedin befanden sich ein Pilot und drei brasilianische Mitarbeiter von Greenpeace an Bord der abgestürzten Maschine. Sie erlitten Verletzungen und erhalten derzeit medizinische Versorgung. Es gehe ihnen den Umständen entsprechend gut, teilte Greenpeace mit. "Wir konzentrieren uns auf die Unterstützung der Familien des Opfers und stehen den Behörden zur Verfügung, um sie bei den Ermittlungen zu den Ursachen des Unfalls zu unterstützen."

Absturzort des Greenpeace-Flugzeugs

Im Amazonasregenwaldgebiet sind Umweltorganisationen unter anderem wegen der anhaltenden Abholzung aktiv. Nach brasilianischen Regierungsangaben geht diese aber inzwischen zurück. Demnach wurden zwischen August 2016 und Juli 2017 rund 6.600 Quadratkilometer Wald abgeholzt – ein Rückgang um etwa 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Nichtregierungsorganisation Imazon vermutet, dass vor allem deswegen weniger abgeholzt wird, weil die Fleischpreise sinken und daher weniger Weideflächen für die Viehzucht gebraucht würden.