Kalifornien - Mindestens zehn Tote bei Waldbränden Bei Flächenbränden in Kalifornien sind mehrere Menschen getötet worden. Laut den Behörden brennt es an 15 verschiedenen Orten, unter anderem in den Weinanbaugebieten Napa und Sonoma. © Foto: REUTERS/Stephen Lam

Bei schweren Waldbränden im US-Bundesstaat Kalifornien sind mindestens zehn Menschen getötet worden. Gouverneur Jerry Brown rief den Notstand für insgesamt acht Bezirke aus; mehr als 20.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Viele Menschen seien verletzt worden und einige würden vermisst, sagte Ken Pimlott, Direktor der kalifornischen Behörde für Forstwesen und Brandschutz. Das Gebiet nördlich der Bucht von San Francisco ist vor allem als Weinanbaugebiet bekannt.

Mehr als 2.000 Häuser seien bereits zerstört, Tausende weitere seien bedroht, schrieb der Gouverneur in einem Brief an US-Präsident Donald Trump. Er rechne mit weiteren Toten. Brown forderte Trump auf, den Katastrophenfall zu erklären, um Bundesmittel freizugeben. Die Brände zählen zu den verheerendsten, die Kalifornien bislang erlebt hat. Warum sie ausbrachen, ist nicht bekannt.

Mehr als ein Dutzend Brände

Der Bezirk Sonoma, nördlich von San Francisco gelegen, ist besonders stark betroffen. Die Polizei schrieb auf Twitter, es habe dort sieben Tote gegeben. Laut der Feuerwehr starben zwei Menschen im Bezirk Napa und einer im Bezirk Mendocino.

In der Gegend um den Ort Fountain Grove wurden mehrere Hundert Wohnhäuser vollständig zerstört, in einem Straßenzug blieben von den Gebäuden nur die Schornsteine der Häuser übrig. Das Feuer ließ Glasscheiben und die Aluminiumfelgen der Autos schmelzen. Einwohner berichteten, sie seien von der Geschwindigkeit des Feuers überrascht worden. Sie kamen zunächst in Notunterkünften unter. In Santa Rosa wurde aus Angst vor Plünderer eine Ausgangssperre verhängt.

Nach Angaben der Feuerwehr wurden seit Sonntagabend rund 32.000 Hektar Land durch über ein Dutzend Brände zerstört. Begünstigt durch starke Winde und Trockenheit breiteten sich die Feuer rasch aus. Die Behörden sperrten mehrere Autobahnen und Straßen. In Schulen und Kirchen wurden Notaufnahmezentren eingerichtet.