Die Angriffe auf Schulen in den Konfliktregionen dieser Welt nehmen zu. Zu diesem Ergebnis kommen die Vereinten Nationen in einem Bericht für den UN-Sicherheitsrat. Demnach wurden in Ländern wie Syrien, dem Jemen oder Südsudan allein im ersten Halbjahr 2017 mehr als 500 Attacken dokumentiert.

Nach Angaben der UN-Beauftragten für Kinder und bewaffnete Konflikte, Virginia Gamba, zählte ihre Organisation bereits im gesamten Vorjahr in 20 Ländern 753 Angriffe auf Schulen und Krankenhäuser – ein Rekord, der ihrer Einschätzung nach in diesem Jahr gebrochen wird.

So wie Gamba wandte sich auch eine der jungen nigerianischen Schülerinnen, die 2014 von der radikalislamischen Gruppe Boko Haram entführt worden waren, an den UN-Sicherheitsrat. Sie forderte die Regierungen auf, die Schulen weltweit zu schützen. "Wenn wir nicht geschützt werden, wenn wir nichts lernen können, dann werden alle Träume und Hoffnungen zunichtegemacht, und dies schadet der Zukunft des gesamten Landes", sagte Joy Bishara.