Die türkische Polizei hat bei Razzien in sechs Bezirken der türkischen Stadt Istanbul mindestens 32 mutmaßliche Anhänger der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) festgenommen. Dabei handele es sich um Ausländer, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu, ohne die Nationalität der Verdächtigen zu nennen. Die Nachrichtenagentur DHA meldete 34 Festgenommene. Die Polizei habe bei den Razzien unter anderem Dokumente und digitales Material beschlagnahmt.

Seit einigen Wochen gehen die türkischen Behörden verstärkt gegen mutmaßliche IS-Zellen im Land vor. Am Freitag waren 109 Verdächtige in mehreren Städten festgenommen worden, darunter elf Syrer und weitere 82 Ausländer nicht genannter Herkunft. Unter den Festgenommenen der vergangenen Wochen war auch ein Paar aus Österreich. 

Innenminister Süleyman Soylu hatte am Freitag nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu gesagt, innerhalb eines Jahres seien fast 4.000 mutmaßliche IS-Anhänger festgenommen worden. Von ihnen seien 1.129 in Untersuchungshaft eingewiesen worden. 

Die türkische Regierung macht den IS für zahlreiche Anschläge im Land seit 2015 verantwortlich, darunter für einen Angriff in der vergangenen Silvesternacht im Istanbuler Club Reina. Dabei wurden 39 Menschen getötet.