Nordrhein-Westfalen - Viele Verletzte bei Zugunglück nahe Neuss Nach Angaben des Netzbetreibers Deutsche Bahn prallte ein Regional-Express des privaten Betreibers National Express auf einen Güterzug der Bahntochter DB Cargo. © Foto: David Young / dpa

Bei einem Zugunglück bei Neuss sind zahlreiche Menschen verletzt worden. Über die genaue Anzahl gab es unterschiedliche Angaben. Laut Rettungskräften waren von den 150 Insassen des Zuges 50 Menschen verletzt worden, neun davon schwer. Die Feuerwehr Meerbusch dagegen teilte mit, es habe 33 Leichtverletzte gegeben, weitere sieben seien schwer verletzt worden. Eine Person habe "vitale Bedrohungen" erlitten. Der Lokführer blieb laut Bundespolizei "äußerlich unverletzt", erlitt aber einen Schock. Die Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Deutschen Bahn gegen 19.30 Uhr. Den ersten Erkenntnissen nach soll ein Zug der Regional-Express-Linie 7 des privaten Bahnanbieters National Express auf einen stehenden Güterzug von DB Cargo aufgefahren sein.

Einem Sprecher zufolge hatten sich die Bergungsarbeiten für die Rettungskräfte als schwierig gestaltet, da Oberleitungen abgerissen waren, von denen Stromschlaggefahr ausging. Später konnten die Einsatzkräfte dann den Zug betreten und die Verletzten bergen. Bis zu 400 Einsatzkräfte waren im Einsatz. Die Bundespolizei übernahm die Ermittlungen.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) schrieb bei Twitter, er wünsche "allen Verletzten des Zugunglücks in Meerbusch eine baldige Genesung". Zudem dankte er "allen Feuerwehrleuten, der Bundespolizei und allen Helfern für ihren Einsatz".

Der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, sagte, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verfolge die Lage nach dem Unglück. "Hoffentlich kann allen Verletzten rasch geholfen werden – Dank für den Einsatz der Rettungskräfte", schrieb er bei Twitter.