Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) hat die mutmaßlich rassistisch motivierte Hunde-Attacke auf eine Äthiopierin in Dresden verurteilt. Ihrer Auffassung nach gebe es in Sachsen trotz des Vorfalls keine "No-go-Areas" für Menschen mit Migrationshintergrund. "Die umstehenden Menschen, die den Angriff gesehen haben, haben ja eingegriffen, sich eingemischt und eben nicht weggesehen", Köpping.

Die Äthiopierin war am vergangenen Dienstag an einer Straßenbahnhaltestelle zunächst aus einer Gruppe heraus beschimpft worden. Zu der Gruppe habe dem Sprecher der Staatsanwalt zufolge auch eine Hundehalterin gehört, die ihr Tier schließlich auf die junge Frau losgelassen habe. Als die junge Frau wegrennen wollte, habe der Hund sie von hinten angefallen und zu Boden gerissen. Erst ein Passant habe die Hundehalterin dazu gebracht, das Tier zurückzurufen. Die Äthiopierin erlitt leichte Bissverletzungen und einen Schock.

Nach dem Angriff meldeten sich zwei Zeugen bei der Polizei. Die Staatsanwalt Dresden wollte zum Inhalt der Aussagen keine Angaben machen. Die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung dauerten an, sagte ein Sprecher der Behörde. Man hoffe, die beteiligten Personen so schnell wie möglich zu finden.