Nach einer Messerattacke vor der Residenz des iranischen Botschafters in Wien ist der Angreifer erschossen worden. Ein 26-jähriger Österreicher hatte nach Angaben der Polizei einen Wachposten attackiert. 

Der Mann sei kurz nach 23.30 Uhr ohne Vorwarnung auf den Wachposten vor der Botschafterresidenz losgegangen, sagte ein Polizeisprecher. Der Soldat, der alleine im Dienst gewesen sei, habe zunächst vergeblich versucht, sich mit Pfefferspray gegen den Angreifer zu wehren. Laut Pressemitteilung der Polizei Wien seien die beiden Männer gestürzt, wobei der Tatverdächtige unentwegt auf den Soldaten eingestochen habe. Das habe eine erste Sichtung von Überwachungsvideos ergeben.

Der Soldat habe vier Schüsse aus seiner Dienstwaffe abgegeben, wobei der Angreifer lebensgefährlich verletzt wurde. Der Mann starb noch am Tatort. Der junge Soldat, der zum Tatzeitpunkt eine Schutzweste getragen habe, sei mit einer Schnittwunde am linken Oberarm und einem schweren Schock ins Krankenhaus gebracht worden.

Zu Hintergründen der Tat könne er bislang keine Angaben machen, sagte der Polizeisprecher, "dafür ist es noch viel zu früh". Als Reaktion auf die Attacke ordnete die Polizei eine verstärkte Überwachung aller diplomatischen Einrichtungen in Wien an.

Michael Bauer, der Sprecher des österreichischen Verteidigungsministeriums, erklärte, nach bisherigen Erkenntnissen habe der Wachposten vorschriftsmäßig gehandelt und "aus jetziger Sicht alles richtig gemacht".