Bewaffnete haben im Norden Nigerias einen deutschen Mitarbeiter einer nigerianischen Baufirma verschleppt. Der Polizei des Landes zufolge wurde er in einem Außenbezirk der Stadt Kano im gleichnamigen Bundesstaat entführt. Das Auswärtige Amt wollte sich nicht zu dem Vorfall äußern.

Fünf Unbekannte hätten aus dem Hinterhalt das Fahrzeug beschossen, mit dem Arbeiter zu einer Baustelle gebracht werden sollten, teilte die Polizei mit. Ein Polizist des Begleitschutzes sei bei der Schießerei getötet worden. Die Polizei habe mit der Suche nach dem entführten Deutschen begonnen.

Über die Hintergründe der Tat war zunächst nichts bekannt. Allerdings werden in Nigeria immer wieder Menschen entführt, um Lösegeld zu erpressen. In den vergangenen Jahren haben sich die bisher vor allem im Süden häufigen Entführungen auch auf den Norden des westafrikanischen Landes ausgedehnt. Vor gut einem Jahr waren im angrenzenden Bundesstaat Kaduna zwei deutsche Archäologen verschleppt worden. Nach einigen Tagen kamen sie wieder frei.

In der vergangenen Woche hatten Bewaffnete im Nachbarland Niger einen deutschen Entwicklungshelfer entführt.