Bei einem Aufstand in einem Hochsicherheitsgefängnis im US-Bundesstaat South Carolina sind sieben Menschen getötet worden. 17 weitere Häftling wurden verletzt, teilte die Gefängnisbehörde von South Carolina mit. Verschiedene Gruppen von Gefangenen seien aneinandergeraten, Aufseher oder Polizisten seien dagegen nicht beteiligt gewesen.

Die Auseinandersetzungen hätten am Sonntagabend begonnen. Sie hätten fast acht Stunden gedauert und sich über drei Gefängnisgebäude erstreckt. Erst am frühen Montagmorgen hätte das Gefängnispersonal die Lage wieder unter Kontrolle bringen können, teilte die Behörde mit. Was genau den Streit ausgelöst hat, sei noch nicht klar.

Obwohl die meisten Autopsien noch ausstehen, seien die meisten Toten mit provisorischen Waffen erstochen worden, berichtet die Lokalzeitung The State. In Bishopville seien einige von North Carolinas gewalttätigsten Häftlingen mit den längsten Haftstrafen untergebracht. Im Hochsicherheitsgefängnis Lee Correctional, etwa 65 Kilometer östlich der Hauptstadt Columbia, sind zwischen 1.500 und 1.600 Menschen untergebracht.

Überbelegung, rigide Strafen und schlechte Versorgung: Die Bedingungen in US-Gefängnissen führen immer wieder zu gewalttätigen Aufständen. Menschenrechtler machen auch die Betreiber der Gefängnisse für die Probleme mit Unterversorgung und Gewalt verantwortlich. Viele Gefängnisse in den USA werden privat betrieben und sind auf Profit angelegt. Etwa ein Viertel aller Gefangenen weltweit sitzt in den USA ein. 

Auch das Gefängnis Bishopville war schon mehrfach Schauplatz von Aufständen. Medien berichten von einer Reihe gewalttätiger Vorfälle in den vergangenen Jahren. Zwei Häftlinge waren im  Juli und November  2017 ermordet worden, ein dritter im Februar dieses Jahres. Bei einer Meuterei im letzten Monat sei das Gefängnis für mehr als eine Stunde unter Kontrolle der Häftlinge gewesen.