Magenbeschwerden Sauer macht krank
Erst vor einem halben Jahr hatte ich eine leichte Gastritis, jetzt tauchen die Beschwerden wieder auf, aber stärker. Dabei vermeide ich Reizstoffe weitgehend, bemühe mich um Stressreduktion. Könnte womöglich irgendetwas anderes wie zum Beispiel ein Tumor dahinterstecken?
Eine Gastritis ist eine Entzündung der obersten, schützenden Schleimhautschicht in der Magenwand. Sie kann ganz verschiedene Ursachen haben, und deshalb nur vorübergehend oder aber chronisch sein. Stress und Reizstoffe wie Alkohol oder Nikotin haben Sie als Auslöser einer Gastritis bereits genannt, doch wer sie meidet, ist nicht vor einer Gastritis gefeit. Vorübergehende Magenbeschwerden können oft auch auf die Einnahme von Medikamenten zurückzuführen sein, vor allem auf Schmerzmittel. Die so genannten nicht-steroidalen Antirheumatika – dazu gehören Acetylsalicylsäure (Aspirin), Ibuprofen und andere bekannte Wirkstoffe – stören ein wichtiges Molekül im Schutzfilm der Magenschleimhaut und machen sie damit anfällig für die sehr starke Magensäure.
Auch die Symptome sind sehr verschieden. Akute Magenschleimhautentzündungen können sich durch Appetitlosigkeit, Druckschmerz im Oberbauch, Erbrechen, Übelkeit oder auch nur einen unangenehmen Geschmack im Mund bemerkbar machen – alles Phänomene, die auch auf einen Reizmagen hinweisen könnten, oder auf eine Lebensmittelunverträglichkeit.
Aber selbst der chronisch entzündete Magen bleibt in einigen Fällen quasi beschwerdefrei. Die dauerhafte Entzündung kann mit einem Rückfluss von Gallensäure oder einer Überproduktion von sauerem Magensaft zusammenhängen, sehr selten ist das eigene Immunsystem schuld, das aus Versehen den falschen Gegner angreift – nämlich die Magenschleimhaut.
Drei Viertel der hartnäckigen Magenschleimhautentzündungen aber werden nach derzeitigem Kenntnisstand durch ein Bakterium ausgelöst: Helicobacter pylori (HP) . In Deutschland tragen 20 bis 30 Millionen Menschen den Keim in sich, und etwa ein Fünftel von ihnen muss infolge der Infektion nicht nur mit einer Entzündung, sondern irgendwann auch mit einem Magengeschwür rechnen. Jeder Hundertste entwickelt nach längerer Krankheit tatsächlich auch ein Karzinom. Die meisten Betroffenen stecken sich als Kind in der Familie an, oder später in der Partnerschaft – zum Beispiel beim Küssen.
Doch nicht immer führt eine Infektion mit HP zu einer Gastritis. Warum einige Infizierte erkranken, andere jahrelang beschwerdefrei bleiben, ist unklar. Vermutlich spielt die genetische Veranlagung eine Rolle. Zudem gibt es unterschiedliche Stämme von Helicobacter pylori, einigen wird sogar nachgesagt, dass sie eine schützende Wirkung auf den Magen haben.
Meistens aber schädigt das Bakterium den Magen – zum einen direkt, indem es Substanzen produziert, die die Schleimhautschicht zerstören, zum anderen provoziert Helicobacter eine Reaktion des Immunsystems. Als Folge wird vermehrt Magensäure produziert. Bei Patienten mit sehr hoher Säuresekretion bleibt die Gastritis meist auf das Antrum (den hinteren Teil des Magens) beschränkt und es besteht ein erhöhtes Risiko, ein Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus duodeni) zu entwickeln. Wird hingegen nicht so viel Säure produziert, findet man die entzündlichen Stellen über den ganzen Magen verteilt, und hier ist das Risiko für eine Karzinom dann deutlich erhöht.
Ein Magengeschwür tritt in fortgeschrittenen Stadien einer unbehandelten Gastritis auf, in denen auch unter der Schleimhaut liegende Bereiche angegriffen sind – also das Bindegewebe oder die Muskelschicht des Magens. So ein Ulkus verursacht mitunter direkt nach dem Essen höllische Schmerzen, kann aber wie eine Gastritis auch lange ganz unauffällig bleiben. Tiefe Geschwüre erreichen nicht selten auch Gefäße, dann bluten sie. Im Extremfall perforiert sogar die Magenwand und der Patient hat ein lebensgefährliches Loch im Magen.
Wenn der Magen dauerhaft drückt und schmerzt, sollte wegen der möglichen Komplikationen also immer ein Arzt aufgesucht werden. Die unangenehme Magenspiegelung lässt sich zwar häufig nicht umgehen. Doch je früher eine chronische Gastritis oder gar ein Geschwür entdeckt wird, desto besser stehen die Chancen auf Heilung, Auch Helicobacter-Infektionen lassen sich nämlich zuverlässig durch eine so genannte Tripel-Therapie mit zwei verschiedenen Antibiotika und einem Säureblocker behandeln.
Beate Wagner
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- Datum 23.11.2006 - 12:20 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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Was hilft die Info über Helicobacter pylori und die Folgen, wenn sich der Hausarzt weigert einen Test zu machen und den Patienten zusammenstaucht und anschnauzt, was ihm (dem Patienten) überhaupt einfällt so einen Vorschlag zu machen.
Was hilft alle Info, wenn der Hausarzt sagt, dass das (= die Veröffentlichungen) Unsinn sei und der Hausarzt weiter Säurehemmer verordnet.
Nichts hilft die Info, wenn der Hausarzt sich seinen Patienten und mit den regelmäßigen Besuchen und Verordnungen seine Einnahmequelle erhalten will.
Magenbeschwerden durch Küssen ausgelöst!--- Küssen verboten!
Gegen Gastritis hilft im übrigen eiskalte Cola und Banane in rauen Mengen zu sich nehmen. Ehrlich!
Was hilft die Info über Helicobacter pylori und die Folgen, wenn sich der Hausarzt weigert einen Test zu machen und den Patienten zusammenstaucht und anschnauzt, was ihm (dem Patienten) überhaupt einfällt so einen Vorschlag zu machen.
Was hilft alle Info, wenn der Hausarzt sagt, dass das (= die Veröffentlichungen) Unsinn sei und der Hausarzt weiter Säurehemmer verordnet.
Nichts hilft die Info, wenn der Hausarzt sich seinen Patienten und mit den regelmäßigen Besuchen und Verordnungen seine Einnahmequelle erhalten will.
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