Mark Spörrle © Vera Tammen

Guten Morgen,

wir sind begeistert! Kaum zu glauben, dass es trotz Sturmtief Xavier, trotz tagelang gesperrter Bahnstrecken im Norden und Osten (darunter der zwischen Hamburg und Berlin!), trotz völlig überfüllter Autobahnen über 1600 Leser zum "Tag der ZEIT" geschafft haben. Manche wechselten extra ins Flugzeug, um bei uns zu landen, nahmen Umwege über Brüssel oder dreimaliges Durchstarten in Kauf. Andere fuhren im von uns gecharterten Bus aus Berlin mit (Abfahrt 6.15 Uhr, Friedrichstraße).

Und ein paar mussten sich leider schon auf den Rückweg zum Flieger nach Zürich machen, als unsere Veranstaltungen noch liefen – und dafür bitten wir nochmals um Verzeihung: Alle ZEIT-Kollegen vor Ort waren sich einig, dass es mit den Lesern – jetzt Freunden! – der ZEIT so nett war, dass man den vorgegebenen Zeitrahmen im Nu überzogen hatte...

Falls Sie am Sonnabend nicht dabei waren und sich nun fragen: welche Veranstaltungen? Los ging es mit dem Leserparlament. Unser Chefredakteur Giovanni di Lorenzo beantwortete die am häufigsten gestellten Fragen aus Leserzuschriften, etwa die, ob Bundeskanzlerin Angela Merkel morgens bei ihm anriefe (die Antwort: nein!). Dann stimmte das Plenum über Recherchevorschläge der Redaktion ab und gab vier Recherchen bei uns in Auftrag – zu Altersheimen, Schulkarrieren, Wohnen und bürgerschaftlichem Engagement. Giovanni di Lorenzo befragte die Leser dann gleich noch zu möglichen Titelgeschichten für die kommende Woche. (Welche es sein wird, sei hier noch nicht verraten.)

Anschließend starteten insgesamt 20 unterschiedliche Panels, von Geschichte hinter der Geschichte, wo ZEIT:Kollegenvon ihren Recherchen zu großen ZEIT-Artikeln erzählten (unter anderem Amrai Coen und Malte Henk von ihrer Reise nach Syrien), bis hin zu meinem "Meisterklasse"-Workshop übers Newsletter-Schreiben.

Ich denke, ich spreche auch im Namen der anderen ZEIT-Kollegen, wenn ich sage: Dieses Kennenlernen, der Austausch haben uns großen Spaß gemacht. Und das wird so weitergehen: Der "Tag der ZEIT" war der Auftakt für die Freunde der ZEIT – unser neues Programm, bei dem Leser die Macher der ZEIT treffen und die Geschichten aus der Zeitung ganz neu erleben können. Wie das genau geht, steht noch mal hier.

In den nächsten Wochen steigen dann Veranstaltungen für ZEIT-Leser in Stuttgart, Frankfurt, München und in Berlin. Dort bringen zum zehnten Geburtstag des ZEITmagazins dessenChefredakteur Christoph Amend und seine Kollegen ihre Geschichten als Live-Magazin auf die Bühne. Ich verspreche: großes Kino (oder Theater). Für Freunde der ZEIT kostenlos, anmelden kann man sich hier.Bis dahin werden die Züge nach Berlin ja wohl wieder störungsfrei fahren.

G20 I: Keine Beweise für Hinterhalt?

Was geschah in der Nacht zum 8. Juli wirklich? Mit Molotowcocktails und Gehwegplatten bewaffnete Krawalltäter standen auf vielen Dächern im Schanzenviertel, um "Polizisten zu töten", erzählte uns Polizeisprecher Timo Zill noch kurz nach dem G20-Gipfel. Die Polizeiführung sprach von "selbst gemachten Eisenspeeren". Beweise für dieses Waffenarsenal gibt es bis heute nicht, wie die Innenbehörde nun in der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linken-Abgeordneten Christiane Schneider einräumte. Wir fassen zusammen: gefundene Molotowcocktails im Schanzenviertel: null. Beweise für Eisenstangen, große Steine, Palette, die laut Polizei vom Haus Schulterblatt 1 geworfen wurden: null. Gefundene Stahlseile, die laut Polizei in der Schanze in Stellung gebracht worden waren: null. Nun sind die Ermittlungen wohlgemerkt nicht abgeschlossen. Dass aber gerade für jene viel diskutierte Nacht keine Beweise vorliegen, wirft Fragen auf. Schließlich begründete die Polizei ihr spätes Einschreiten im Schanzenviertel mit der Lebensgefahr für die Beamten. Stutzig macht uns auch, dass erst am 12. Juli auf Dächern und in Hinterhöfen im Schanzenviertel Beweise gesichert wurden. Ein paar freie Tage gönnen wir den von Überstunden belasteten Beamten, klar. Doch laut Behörde fehlte es schlicht an Personal, das "im Zusammenhang mit dem G20-Gipfel" vielerorts zugleich im Einsatz war. Auch noch vier Tage nach Gipfelende? Dass am Morgen des 7. Juli am Bahnhof Altona ein Polizeiwagen nach einem Molotowcocktail-Wurf abgebrannt ist, stimmt auch nicht – anders als Polizeipräsident Ralf Martin Meyer am 19. Juli vor der Bürgerschaft behauptete. Was ist Fakt, was nicht? Wir sind verwirrt. Bisher hat die G20-Aufarbeitung (Stichwort: geschwärzte Akten) zumindest mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet.

G20 II: Keine G20-Akkreditierung? "War ein Versehen!"

Überraschung, als das Bundeskriminalamt sich beim Hamburger Journalisten Adil Yigit für dessen überraschend entzogene Akkreditierung zum G20-Gipfel entschuldigte. Das sei nämlich nur ein Missverständnis gewesen, heißt es in einem Schreiben des BKA an Yigit, über das die "taz" berichtet hat. Passiert sei Folgendes: Yigits Name habe gar nicht auf der Liste der 32 unerwünschten Journalisten gestanden (ja, diese Liste gab es wirklich!), sondern auf einer weiteren Liste mit 82 Namen, abgespeichert unter "Arbeitsliste Personenüberprüfung". Das "Gefährdungspotenzial" jener 82 Auserwählten (darunter auch Cateringpersonal) sollte eigentlich noch geprüft werden, stattdessen gab das BKA, ups!, die Liste versehentlich an die Hamburger Polizei weiter. Und die wiederum griff dann, ups!, an den Kontrollstellen vorm Gipfelzentrum Messehallen auf die falsche Liste zu. (Vielleicht sollten sich die Behörden mal über ihre Zettelwirtschaft Gedanken machen ...?) Yigit jedenfalls glaubt nicht, dass es sich um ein Versehen handelt. Sein Ausschluss sei "kein Zufall" gewesen, sagte er der "taz", der türkische Geheimdienst habe wohl Einfluss genommen – Yigit berichtet kritisch über die AKP-Regierung. Die entzogenen Akkreditierungen hatten in anderen Fällen bereits Diskussionen ausgelöst, wegen fehlerhafter Auskünfte, die dem BKA vorlagen. (DIE ZEIT berichtete). Mit Unterstützung von ver.di klagen nun neun Journalisten gegen das Bundespresseamt.

Deutsche Bahn: Kommunikation in der Krise

Deutsche Bahn? Chaos! Tage nach dem Sturmtief Xavier liegt diese Assoziation vielen Reisenden wohl noch auf der Zunge. Klar, die Schäden waren groß, umgestürzte Bäume und Masten müssen erst mal beiseite geräumt werden. Und das dauerte: Nach Berlin, Bremen und Osnabrück sollen erst heute wieder Züge rollen, die Eisenbahngesellschaft Metronom hatte noch vorsorglich empfohlen, am Wochenende lieber ganz auf Bahnreisen zu verzichten. "So etwas hört niemand gern, aber klare Ansagen sind besser als nichts!", findet Karl-Peter Naumann, Ehrenvorsitzender des Fahrgastverbandes Pro Bahn. Doch, nun ja, mit klaren Ansagen habe es die Deutsche Bahn leider nicht so. Dort sei die Kommunikation träge und voller Widersprüche, etwa ...

... am Gleis: "Wenn 100 Leute vor einem Schalter mit zwei Angestellten auf Infos warten, dauert das eben", sagt Naumann – die Mitarbeiter vor Ort könnten nichts für das Schlamassel. Nur: Am Gleis zeige sich besonders, wie schlecht die verschiedenen Info-Kanäle der DB aufeinander abgestimmt seien. Naumann nennt ein Beispiel: "Auf den Anzeigen am Berliner Ostbahnhof wurden Züge nach Hamburg mit je ein bis zwei Stunden Verspätung angezeigt. Darunter hieß es aber: Zugverkehr komplett eingestellt. Was ist nun richtig?" Noch schlimmer: Das Personal vor Ort habe oft auch keinen Überblick und könne nicht helfen.

... im Netz: Über Zugausfälle und Verspätungen informiere die App DB Navigator noch am zuverlässigsten, sagt Naumann. Selbst dort aber seien die Infos oft kryptisch und damit missverständlich formuliert. Ein Beispiel: "Freitagfrüh hieß es in der App, dass die ICE-Verbindung Berlin–Hamburg ausfällt. Doch zum Interregio-Express auf der Strecke hieß es nur: ›Zugverkehr ist in Brandenburg eingestellt‹. Warum steht da nicht, dass der Zug auf der ganzen Strecke ausfällt?", fragt Naumann. Und dass in der Liveauskunft der App ein Zug als verspätet angezeigt werde, der laut Gleisanzeige pünktlich sei, komme ohnehin immer wieder vor.

Noch was zur Infotechnik: Dass der Homepage-Server mal zusammenbreche, sei nicht ungewöhnlich, so Naumann, dass aber auch auf Facebook und Twitter Infos stark verzögert eingehen, während andere Bahnunternehmen stündlich neue Pressemitteilungen verschickten, sei "völlig unverständlich".

... und dann wären da noch die Bäume: Okay, die können nach dem bisherigen Stand der Forschung nichts dafür, wenn eine heftige Bö sie plötzlich auf die Schienen knallen lässt. Aber muss es erst so weit kommen? Die DB Netz AG komme mit dem Grünschnitt an den Gleisen nicht hinterher, auch wegen der Naturschutzauflagen, beklagt Niedersachsens Pro-Bahn-Chef Björn Gryschka: Bis zur Abschaffung der Dampfloks vor 40 Jahren gab es noch zehn Meter breite Brandschutzstreifen entlang der Gleise, die seien jetzt zugewachsen – notfalls sei der Gesetzgeber gefragt, um Naturschutz und Schutz der Infrastruktur hier neu auszuloten. Auch die Eisenbahngesellschaft Metronom beklagt den Wildwuchs an den Gleisen und fordert eine engere Zusammenarbeit zwischen Bahn, Behörden und Umweltschutzorganisationen.

Ewald Lienen: "Ein anderer Fußball ist möglich!"

Der Profifußball boomt, die Stadien sind voll – aber geht’s dabei noch um die Leidenschaft am Spiel oder nur um die ganz große Kohle? Ewald Lienen, technischer Direktor des FC St. Pauli und bekanntermaßen nicht um klare Worte verlegen, geht im "Welt"-Interview hart mit der Branche ins Gericht. Durch die Aufblähung von Wettbewerben, die zersplitterten Spieltage und "völlig überzogene" Finanzexzesse im Gehalts- und Transferbereich entfremde sich der Profisport immer mehr von der Fußball-Basis, sagt Lienen da. Ganz zu schweigen von den "kriminellen Machenschaften von Topfunktionären", die das Vertrauen in die Verbände erschüttert hätten. Doch es gibt Hoffnung: "Ein anderer Fußball ist möglich!", glaubt der ehemalige Trainer, dessen Vision dann auch mal so gar nichts mit Konfettikanonen und Helene-Fischer-Konzerten in der Halbzeitpause zu tun hat: soziales Engagement statt Kommerz! Die Verbände sollten mehr soziale Verantwortung übernehmen, denn der Sport könne sehr wohl "sich selbst und die Gesellschaft verändern". Und in Sachen Engagement hat Lienen selbst schon mal gut vorgelegt: Erst vor einer Woche wurde der FC St. Pauli in der Schweiz mit dem Role Model Award ausgezeichnet – und zwar für die interaktive Plattform "Kiezhelden", auf der sich soziale Projekte präsentieren, vernetzen und Spenden sammeln können. Reichlich Inspiration für gute Taten also – und wer schickt den großen Fußball-Bossen jetzt bitte den Link?

Achtung, Pilze!

Jetzt ist es wieder Zeit für "Auf in die Pilze" – aber Vorsicht: Mit manchen ist nicht zu spaßen. Worauf Sammler achten sollten, und wieso die Champignons aus dem Supermarkt auch nicht immer ungefährlich sind, erklärt die Pilzexpertin Uta Kappel.

Elbvertiefung: Wie stehen die Chancen für Pilzsammler dieses Jahr?

Uta Kappel: Gut. Normalerweise wechseln sich die Pilzsorten ab, aber heuer ist das anders. Zurzeit kommen alle Pilze auf einmal, es sind schon fast zu viele da. In den Harburger Bergen findet man zum Beispiel Maronenröhrlinge oder Steinpilze. Ich habe auch mal einen Ochsenzungenpilz gefunden, da habe ich mich sehr gefreut. Und natürlich Krause Henne. Grundsätzlich gilt: Wo Heide wächst, da wachsen auch Pilze. Nur in Naturschutzgebieten darf man nicht sammeln.

EV: An welchen Standorten findet man die besten Pilze?

Kappel: Man sollte sich in der Natur auskennen, Pilze sind nämlich häufig Partner bestimmter Pflanzen. Steinpilze findet man am ehesten unter Eichen. Grundsätzlich mögen Pilze es so ’n bisschen kommodig, warm und feucht, wie im Badezimmer ... Ich rate, einen Korb mitzunehmen und ein Handtuch, um die Pilze im Korb zu trennen: Die, die ich kenne, auf der einen Seite, und die, die ich bestimmen möchte, auf der anderen. Dann braucht man noch ein Messer und einen Pinsel, um die essbaren Pilze direkt vor Ort zu reinigen. Dann sind sie fast bratfertig, wenn man nach dem Sammeln zu Hause ankommt. Laien sollten auch ein Pilz-Bestimmungsbuch mitnehmen – aber bloß keine App!

EV: Warum denn keine App?

Kappel: Pilze bestimmen lernen geht nicht schnell, das braucht Erfahrung. Wer mit einer App unterwegs ist, lässt sich leicht von der Aufregung verleiten und denkt: Ja, genauso sieht der Pilz aus, das ist er. Und dann ist er es vielleicht nicht ...

EV: Nehmen wir an, ich möchte Pilze sammeln, weiß aber nur: Den Fliegenpilz nehme ich besser nicht. Worauf muss ich als Laie achten?

Kappel: Anfänger dürfen Röhrenpilze sammeln. Die haben unter dem Hut keine Lamellen, sondern Röhren. Da gibt es zumindest keine tödlich-giftigen. Anfänger sollten genau im Pilz-Bestimmungsbuch nachschauen und im Zweifelsfall den Pilz stehen lassen. Oder einige unterschiedlich alte Exemplare mitnehmen und zu Hause bestimmen. Wer wirklich noch nie Pilze gesammelt hat, sollte besser gar nicht allein losziehen. Da bleibt immer ein Risiko. Oder er sollte zu einem Pilzberater gehen. Die findet man leider nicht mehr in Hamburg, sondern zum Beispiel über die Deutsche Gesellschaft für Mykologie.

EV: Klingt alles ganz schön gefährlich ...

Kappel: Dabei werden die meisten Pilzvergiftungen von gekauften alten Pilzen verursacht. Wenn sich ein Pilz aus dem Laden glitschig anfühlt, braune Flecken hat, oder wenn beim Draufdrücken eine Delle zurückbleibt, ist der nicht mehr gut. Bei Champignons ist es am besten, wenn sie unten noch geschlossen sind. Rosa Lamellen sind auch in Ordnung. Wenn sie braun sind, ist der Pilz zu alt.

Mittagstisch

Kunst und Suppe

 

Die Farbe des Himmels vor dem Fenster, die sich dumpf im Wasser des Wilhelmsburger Veringkanals spiegelt, ist von undurchdringlichem Grau – hoffnungslos, als sei das jetzt lebenslänglich. Die einzig freudige Aussicht steht dampfend auf dem Tisch: ein Teller Linseneintopf (vegetarisch 4,50 Euro, mit Wurst 5,50 Euro). Gut gewürzt und schön sämig wärmt die Suppe immerhin den Magen. Tische, Stühle und Sofas der Kaffeeliebe sind bunt zusammengewürfelt und verbreiten ein Gefühl von gemütlicher Zweckmäßigkeit. Bestellt wird am Tresen vor der Tür des Raumes. Neben täglich wechselndem Mittagstisch gibt es eine reiche Auswahl an Heißgetränken – wie Yogi-Tee für 2,80 Euro – und selbst gemachtem Kuchen. Die Räumlichkeiten befinden sich im Erdgeschoss des Atelierhauses 23 – Künstler verschiedenster Richtungen, von bildender Kunst über Grafikdesign bis hin zu Klangkunst, arbeiten hier. In der an die Kaffeeliebe angrenzenden Ausstellung kann man einige aktuelle Werke besichtigen und findet ein paar leuchtende Kontrapunkte zu dem Grau vor der Tür.

 

Wilhelmsburg, Kaffeeliebe, Am Veringhof 23 A, Mittagstisch Mo und Mi–Fr 12–16 Uhr

 

Elisabeth Knoblauch

Was geht

Mini-Uni: Ob Studenten von übermorgen sich an diesen Tag erinnern werden? In der Kinder-Uni Hamburg fragt Neurobiologe Jasper Grendel: "Wie funktioniert unser Gedächtnis?" Youngsters bekommen einen Studierendenausweis und für jede besuchte Vorlesung einen Stempel. Wer vier hat, besucht die Abschlussveranstaltung (19. November) für lau: "Magic Andys fantastische Chemie-Show".

Universität Hamburg, Audimax, Von-Melle-Park 4, 17 Uhr, Eintritt frei

Feriduns Heimat: Er ist in Anatolien geboren, in Berlin und München aufgewachsen, hat in Rom studiert und lebt in Kiel. "Wo ist deine Kunst zu Hause, Feridun Zaimoglu?" Antworten vom Autor des Bestsellers "Kanak Sprak" gibt es heute im Künstlergespräch.

KörberForum, Kehrwieder 12, 20 Uhr

Fieberhafte Lesung: Ein Fieber tötet weltweit 95 Prozent der Menschheit. Gesetzlosigkeit und wilde Tiere bedrohen die Überlebenden. Gibt es für Nicolaas Storm und seinen Vater trotzdem Hoffnung? Schriftsteller Deon Meyer stellt beim Harbourfront Literaturfestival sein neues Werk vor: "Fever".

Laeiszhalle, Kleiner Saal, 20 Uhr, ab 14 Euro

Was bleibt

Bewegte Stiftung: In Hamburg gibt es mehr als 1300 Stiftungen. Was tun sie eigentlich? Bei den Hamburger Stiftungstagen stellen 99 Institutionen ihre Arbeit vor. Motto: "Stiftungen bewegen die Stadt". Den Auftakt macht unter anderen Martha Pfaffeneder (Martha Stiftung) mit Schlagern aus "tiefen Seufzern". Die Katholische Friedensstiftung lädt ein zum Vortrag "Frieden beginnt im Kopf",während Die Wohnbrücke (Haspa Hamburg Stiftung) mit Impulsvorträgen erklärt: "So gelingt Integration".

Hamburger Stiftungen, heute bis Fr; Vortrag "Frieden beginnt im Kopf", Katholische Friedensstiftung, 13 Uhr; Konzert Martha Pfaffeneder, Seniorenzentrum St. Markus, 14.30 Uhr; Impulsvorträge Die Wohnbrücke, Adolphsplatz 3, 19 Uhr; ganzes Programm online

Was kommt

Mein Freund, der Robo: Thymio läuft über Hindernisse, macht Musik und reagiert auf Applaus. Der kleine Roboter ist Teil der Hamburger Codeweek. Beim Workshop "Wir lernen spielend Programmieren mit dem Roboter Thymio" bearbeiten Kids ab acht Jahren ihn mit grafischer Programmiersprache.

Jugendbibliothek Hoeb4U, Hühnerposten 1, Di 14–17 Uhr, Anmeldung online

Klassik-Kids: Klassik ist nur was für Erwachsene? Ach. Die Elbwichtelkonzerte liefern ein Kontrastprogramm zu altehrwürdigen Musikvorträgen. Kids ab drei Jahren lauschen der Hamburger Camerata und entdecken mit Rittern und Burgfräuleins die fantastische Welt der Klassik – (fast) ohne Erwachsene.

Kultur Palast, Öjendorfer Weg 30 a, Mi 9.30 und 11 Uhr, 5 Euro

Letzte Hilfe: Der Tod ist Teil des Lebens, Sterbenden die Hand zu halten aber fällt schwer. Beim Letzte-Hilfe-Kurs erfahren Ratsuchende, was sie auf dem letzten Weg für ihre Angehörigen tun können. "Die Selbstverständlichkeit des Todes und die Begleitung Sterbender ist für die meisten Menschen heute fremd, mit Unsicherheit besetzt", erklärt der Ambulante Hospizdienst. Er will helfen, den Tod als selbstverständliches Ende zu akzeptieren.

Das Rauhe Haus, Haus Weinberg, Horner Weg 190, Do 17–21 Uhr, 10 Euro, Anmeldung unter 040/65 90 87 40

Rushdie in der Elphie: Der skrupellose Nero Golden ist Salman Rushdies neue Hauptfigur. Sein Aufstieg und Fall sind Dreh- und Angelpunkt des Romans "Golden House". Der indisch-britische Autor "zeichnet damit wieder einmal ein treffendes Bild unserer heutigen Zeit", loben Kritiker. Genau so toll: Die Lesung im Rahmen des Harbour Front Literaturfestivals findet in der Elbphilharmonie statt; es gibt tatsächlich noch Tickets!

Elbphilharmonie, Großer Saal, So 20 Uhr, ab 15 Euro

Hamburger Schnack

Alles wird anders, auch die Kinderlieder. Auf dem Weg nach Hause radelt eine winzige Schicksalsgefährtin neben mir durch den Dauerregen und wird von ihrem Vater begleitet. Das Mädchen: "Papa, ich will mehr Sonne!" Darauf der Vater: "Tut mir leid, gibt’s jetzt leider nicht." Da beginnt die Kleine zu singen: "Liebe, liebe Sonne, komm ein bisschen runter, lass den Regen oben, dann wollen wir dich loben. Einer schließt den Himmel zu, da hat der Regen seine Ruh!" Also, der Schluss war mir neu ...

 

Gehört von Margret Silvester

Meine Stadt

In Eimsbüttel nehmen die Knöllchen fürs Falschparken dieser Tage drastische Formen an. © Agata Klaus

Das war sie wieder, die Elbvertiefung. Wollen Sie uns Ihre Meinung sagen, wissen Sie etwas, über das wir berichten sollten? Schreiben Sie uns: elbvertiefung@zeit.de

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag. Morgen lesen wir uns wieder, wenn Sie mögen!

Ihr Mark Spörrle

 

PS: Gefällt Ihnen unser Letter, leiten Sie ihn gern weiter. Haben Sie ihn weitergeleitet bekommen, melden Sie sich ganz einfach und unverbindlich an unter www.zeit.de/elbvertiefung. Dann schicken wir Ihnen die neue Elbvertiefung, solange Sie wollen, immer montags bis freitags ab 6 Uhr.