Hamburg (dpa/lno) - Nach dem Ende der "Revolutionären 1. Mai"-Demo in Hamburg sind Unterstützer der sogenannten Lampedusa-Flüchtlinge spontan auf die Straße gegangen. Rund 400 Menschen setzten sich am Donnerstagabend vor einer Schule im Karolinenviertel, die sie nach eigenen Angaben zuvor besetzt hatten, in Bewegung, hieß es bei der Polizei. Der Zug habe dann immer mehr Zulauf bekommen und sei auf mehr als 830 Teilnehmer angewachsen.

Die Unterstützer hatten in der Schule seit dem Nachmittag für ein Bleiberecht für Flüchtlinge demonstriert. Sie hängten ein Transparent mit den Worten "Refugee Welcome Center" an die Fassade und erklärten das Gebäude zu einem Flüchtlingszentrum. "Es ist aber keine Besetzung", sagte eine Polizeisprecherin. Alle hätten das Gebäude freiwillig wieder verlassen.