Hamburg (dpa/lno) - Mit einem verspäteten aber stimmgewaltigen Auftritt hat US-Sänger Gregory Porter das Elbjazz-Festival am Samstagabend in Hamburg gekrönt. Kurz zuvor war die Musik-Reihe rund um den Hafen erneut vom Schietwetter nicht verschont geblieben: Wegen heftiger Regengüsse und einer Unwetterwarnung musste der Auftritt des Soul-Jazzers um eine Stunde verschoben werden. Beim fünften Geburtstag des Elbjazz zählten die Veranstalter am Freitag und Samstag insgesamt rund 15 000 Besucher, die sich hauptsächlich zwischen Hafencity, Speicherstadt und dem Werftgelände von Blohm+Voss bewegten.

Hier, wo kurz zuvor Hunderte Zuhörer vor dem Platzregen geflüchtet waren, zog es wenig später mehrere tausend für den Höhepunkt des Festivals vor die Haupttribüne: Neben einer Swing-Hommage an Ray Charles' "Hit the road Jack" begeisterte Porter vor allem mit ruhigeren Hits aus seinem Album "Liquid Spirit", etwa der Ballade "Hey Laura". Für sein drittes Album hatte er einen Grammy für das Jazz-Gesangsalbum des Jahres erhalten. Auch bei der Verleihung des Echo Jazz 2014 wurde Porter auszeichnet - der Preis für den besten "Sänger des Jahres international" ging an ihn.

Das erste Konzert des inzwischen weltbekannten Künstlers in Deutschland hatte vor drei Jahren auch beim Hamburger Elbjazz-Festival stattgefunden - jedoch nur vor wenigen Zuschauern, wie die Veranstalter berichteten. Auch im vergangenen Jahr kamen sie auf etwa 15 000 Gäste - allerdings fiel das Elbjazz-Festival damals tatsächlich weitgehend ins Wasser.

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