Hamburg (dpa/lno) - Nach dem Wirbel um einen Sexualstraftäter, der den Akku seiner Fußfessel mehrfach nicht auflud, sollen nach dem Willen der Hamburger Grünen-Fraktion vorerst keine Fußfesseln mehr angeordnet werden. Sie wollen einen entsprechenden Antrag nach der Sommerpause in die Hamburgische Bürgerschaft einbringen. "Zwölfmal wurde die elektronische Fußfessel bei Gericht beantragt, viermal davon wurde sie genehmigt", sagte der Abgeordnete Farid Müller. Doch in allen vier Fällen sei das System in der Praxis gescheitert. "Das ist Grund genug, um dieses Instrument jetzt solange zu stoppen, bis klar ist, warum das Ding in Hamburg bisher nicht funktioniert."