Hamburg (dpa) - Fußball-Bundesligist Hamburger SV verdient einem Medienbericht zufolge am Weiterverkauf seines ehemaligen Spielers Muhamed Besic. Der 21-Jährige, der 2012 ablösefrei zu Ferencvaros Budapest wechselte, zieht nun für 4,8 Millionen Euro in die Premier League zum FC Everton weiter. Der HSV hatte eine zwanzigprozentige Beteiligung bei einem Weiterkauf vereinbart, berichtete die "Bild"-Zeitung am Mittwoch. Der Verein wollte sich zu Vertragsinhalten nicht äußern.

In Hamburg galt Besic als schwierig, in Budapest schulte ihn Trainer Thomas Doll erfolgreich vom Innen- zum Außenverteidiger um. Bei der WM hatte er im defensiven Mittelfeld für Bosnien drei Startelfeinsätze. "Muhamed hat eine unglaubliche Dynamik und eine tolle Geschwindigkeit", sagte Doll.

Teurer als erhofft könnte unterdessen die Beurlaubung von Sportdirektor Oliver Kreuzer werden. Der ehemalige Bayern-Profi soll in seinem Vertrag eine einseitige Klausel haben, wonach sich sein Monatsgehalt von 60 000 Euro bis 2016 bei Kündigung halbiert. Wäre die Klausel unwirksam, stünden Kreuzer noch 1,4 Millionen Euro zu. Kreuzer hat einen Anwalt eingeschaltet, will aber ebenso wie der HSV einen Prozess vermeiden.

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