Hamburg (dpa/lno) - Tausende Menschen haben am Samstag beim Tag der offenen Tür im Hamburger Rathaus hinter die Kulissen der Bürgerschaft geschaut. Bereits vor dem Start um 10.00 Uhr bildete sich eine lange Menschenschlange vor dem Eingang. Insgesamt wurden nach Angaben der Bürgerschaftskanzlei bis zum Abend rund 15 000 Gäste erwartet.

Neben dem Plenarsaal und anderen prachtvollen Räumen konnten die Besucher zudem sonst der Öffentlichkeit verschlossene Bereiche besichtigen, etwa das Presse-Areal samt Hörfunkstudio des NDR oder - hinter Panzerglas - den Silberschatz des Rathauses.

Jeweils zur vollen Stunde informierten Bürgerschaftsabgeordnete im Plenarsaal über aktuelle Themen des Landesparlaments: Dazu zählen die Bereiche Verkehr, Schule, Wohnungsbau oder Olympische Sommerspiele 2024 oder 2028. Zudem stellten der Eingabenausschuss der Bürgerschaft - er beschäftigt sich mit Petitionen aller Art - und die Landeszentrale für politische Bildung ihre Arbeit vor.

Das neue Rathaus mit seinen 647 Räumen wurde nach elf Jahren Bauzeit 1897 vom Senat bezogen, nachdem das vorherige in der Nachbarschaft gelegene Rathaus beim Großen Brand 1842 zerstört worden war. Der Bau hat damals elf Millionen Goldmark gekostet, das sind nach Angaben der Bürgerschaftskanzlei umgerechnet etwa 80 Millionen Euro.

Im Rundbogen über dem Eingang wacht Hammonia, die Schutzgöttin der Stadt. Die Inschrift über dem Rundbogen lautet übersetzt: "Die Freiheit, die erwarben die Alten, möge die Nachwelt würdig erhalten." Gekrönt wird sie vom großen Hamburger Staatswappen.

Hamburgische Bürgerschaft