Berlin (dpa/lno) - Der ehemalige Hamburger Bürgermeister Henning Voscherau (73) soll den Vorsitz der neuen Mindestlohnkommission übernehmen. Darauf haben sich der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) geeinigt. Ein entsprechender Bericht von "Spiegel Online" wurde der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch in Berlin von Beteiligten bestätigt.

Mit der Einführung des Mindestlohns von 8,50 Euro zum 1. Januar 2015 hat die Bundesregierung die Bildung der Kommission beschlossen. Diese soll künftig über die Anpassung des Mindestlohns entscheiden - erstmals für den 1. Januar 2017, danach jährlich. Die Kommission ist auf fünf Jahre gewählt und unterliegt keinerlei Weisungen.

Der SPD-Politiker Voscherau hat Erfahrung bei der Vermittlung zwischen beiden Lagern. Er war bereits als Schlichter bei Tarifverhandlungen zwischen der Telekom und der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi tätig. Der Kommission werden neben Voscherau jeweils drei Vertreter von Gewerkschafts- und Arbeitgeberseite und auch zwei Wissenschaftler ohne Stimmrecht angehören.

Bundesarbeitsministerium zum Mindestlohn

SPON zu Voscherau