Hamburg (dpa/lno) - Beim erneut abstiegsgefährdeten Fußball-Bundesligisten Hamburger SV wird es am Saisonende zur erwarteten personellen Zäsur kommen. Das bestätigte Peter Knäbel, der neue HSV-Direktor Profifußball, dem Magazin "Sportbild" (Mittwoch). "Die Verträge von Spielern, die zusammen ein Gehaltsvolumen von rund 15 Millionen Euro haben, laufen aus. Ich sehe das als große Chance", sagte Ex-Profi Knäbel. Acht Verträge, darunter die der Topverdiener Rafael van der Vaart (3,5 Millionen Euro Jahresgage) und Heiko Westermann (2,1), enden im Sommer 2015. Gleiches gilt für Jaroslav Drobny, Gojko Kacar, Slobodan Rajkovic, Marcell Jansen, Tolgay Arslan und Ivo Ilicevic.

Mit Torhüter Drobny, der in dieser Saison Ex-Nationalkeeper René Adler als Nummer eins verdrängt hat, soll bereits in Kürze über eine Verlängerung verhandelt werden, hieß es zuletzt aus HSV-Kreisen. Da der klamme Club sein Ziel verpasst hat, das Gehaltsniveau auf unter 40 Millionen Euro zu drücken und stattdessen bei rund 48 Millionen liegt, müssen vor allem die Top-Verdiener um neue Kontrakte bangen. Oder erhebliche Gehaltseinbußen hinnehmen. Von einem Austausch der Profis erhofft sich Sportdirektor Knäbel im Team auch einen Mentalitätswechsel: "Die Leute lernen hier zu überleben, dass sie mit dem Kopf über Wasser bleiben. Aber so ist man nicht produktiv."