Hamburg (dpa/lno) - Nach Kritik am Umgang der Hamburger Gesundheitsbehörde mit der fehlerhaften Strahlenbehandlung von Krebspatienten an der Asklepios-Klinik St. Georg soll nun eine Sonderkommission die Angelegenheit überprüfen. Zudem habe sie bereits den renommierten Kieler Strahlenmediziner Bernhard Kimmig eingeschaltet, sagte ein Sprecher der Gesundheitsbehörde am Montag. Der emeritierte Professor solle die vorliegenden Stellungnahmen extern bewerten.

Der Sprecher räumte zugleich ein, dass es aus heutiger Sicht besser gewesen wäre, wenn ihr Fachbereich Strahlenschutz gleich nach Bekanntwerden der Fehlbehandlung im März 2013 die für Qualitätskontrollen zuständige Ärztliche Stelle und die Staatsanwaltschaft informiert hätte.

Grüne und Linke in der Bürgerschaft warfen dem Senat am Montag Untätigkeit vor. "Warum hat die Behörde fast zwei Jahre lang nicht aktiv gehandelt - obwohl es hier um Menschenleben ging?", fragte die grüne Sozialpolitikerin und Spitzenkandidatin Katharina Fegebank.