Kiel/Schwerin (dpa) - In Kindertagesstätten in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein soll es am Donnerstag wieder Warnstreiks geben. Eltern, deren Kinder von Kita-Schließungen betroffen sind, würden frühzeitig informiert, teilte die Gewerkschaft Verdi am Montag mit. Warnstreiks im kommunalen Erziehungs- und Sozialdienst sind demnach auch in Niedersachsen, Hamburg, Bremen, Hessen, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt geplant.

Am Donnerstag findet in Hannover die vierte Tarifrunde mit den kommunalen Arbeitgebern statt. Die Gewerkschaft fordert eine höhere Eingruppierung der bundesweit 240 000 Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst, was diesen deutliche Gehaltssteigerungen bringen würde. Als Grund werden die gestiegenen Anforderungen an den Erzieherberuf genannt.

Die Gewerkschaft will mit Bussen nach Hannover fahren, um dort für ihre Forderung zu demonstrieren. Am Verhandlungsort würden mehrere tausend  Beschäftigte unter anderem aus Kitas, der Jugendhilfe und dem allgemeinen Sozialdienst erwartet, hieß es. Für den Fall, dass auch die vierte Verhandlungsrunde ergebnislos bleibt, drohte Verdi mit Urabstimmung und unbefristetem Streik. Seit Ostern kam es bundesweit wiederholt zu Warnstreiks von Kita-Erzieherinnen.