Hamburg (dpa/lno) - Die kleine Anjuli kann schon auf einen Teich, eine Matschgrube und viele Äste zum Spielen zurückgreifen. Am Welttag der Elefanten bekam das vier Wochen alte Elefantenmädchen im Hamburger Tierpark Hagenbeck noch einen großen Sandhaufen dazu. Und sie probierte das neue Spielzeug ausgiebig aus: Rüssel rein, Rüssel raus, buddeln, Sand wegschieben oder den müden Kopf drauflegen. Wenn da nur der dicke Bruder Assam nicht wäre, der es sich auch auf dem Sandhügel bequem gemacht hat.

Die Pfleger sind sehr zufrieden mit Anjulis (indisch: "Gottesgeschenk") Entwicklung. "Alles perfekt", sagte Revierleiter Thorsten Köhrmann. Solche Spielzeuge wie Sand seien wichtig. "Als Elefant muss man schon fünf oder sechs Jahre alt sein, um mit dem Rüssel über den Graben an die Besucher ranzukommen. Bis dahin muss man sich als kleiner Elefant eben mit anderen Späßen wie einem Sandhaufen oder der Schlammsuhle vergnügen."

Zum Welttag der Elefanten forderte der Internationale Tierschutz-Fonds einen besseren Schutz der Dickhäuter. In diesem Jahr habe der Zoll nach Medienberichten weltweit schon fast 22 Tonnen Elfenbein beschlagnahmt. Alle 15 Minuten werde auf der Welt ein Elefant von Wilderern wegen des Elfenbeins getötet, insgesamt etwa 35 000 pro Jahr. Der illegale Wildtierhandel sei mit geschätzten 19 Milliarden Dollar Gewinn eines der lukrativsten kriminellen Geschäfte weltweit.