Hamburg (dpa/lno) - Nach fast vier Wochen haben rund 40 Roma die Gemeinderäume des Hamburger Michel wieder verlassen. Vor einigen Tagen sind sie in eine andere kirchliche Unterkunft der Stadt gezogen, wie der Sprecher vom Kirchenkreis Ost, Remmer Koch, am Montag mitteilte. "Das ist eine bessere Lösung für alle", sagte Koch. Dadurch stünde den Familien mehr Platz zur Verfügung. Wie lange die Roma-Flüchtlinge in kirchlicher Obhut bleiben werden, sei noch nicht klar. Die Beratungsstelle prüfe gerade die Abschiebungsbescheide. Die Roma hatten Mitte September im Michel gegen ihre drohende Abschiebung protestiert. Sie hatten dann nach längeren Verhandlungen mit der Kirche Unterschlupf in den Gemeinderäumen erhalten. Roma aus Serbien, Bosnien und Mazedonien haben kaum Chancen auf Asyl in Deutschland - die Staaten gelten als sichere Herkunftsländer.