Hamburg (dpa/lno) - Mit zwei neuartigen Messgeräten will die Hamburger Polizei unter Drogeneinfluss stehende Autofahrer ermitteln. Die Geräte wurden am Dienstag erstmals bei einer Kontrolle im Stadtteil Othmarschen eingesetzt. Die Apparatur mit der Bezeichnung P.I.A. soll Drogen über Körperflüssigkeiten wie zum Beispiel Urin, Speichel oder Blut erkennen. Dazu wird wie bei einem Schwangerschaftstest ein Teststreifen verwendet, der vom Gerät analysiert wird. Auch die Menge des konsumierten Rauschgiftes soll das Instrument anzeigen. Das Gerät der Lörracher Firma Protzek wird bereits von der Polizei Mannheim (Baden-Württemberg) erprobt, wie eine Polizeisprecherin in Hamburg sagte.

Eine weitere technische Neuerung ist der Cannabis-Detektor des Dortmunder Start-up-Unternehmens Ion-Gas GmbH. Wie beim Alkoholtest braucht der Autofahrer nur zu pusten. Sollte die Atemluft den Cannabis-Wirkstoff THC enthalten, wird das in weniger als einer Minute angezeigt. Der Detektor soll auch den Konsum von anderen Drogensubstanzen nachweisen können.

Fahrer unter Drogeneinfluss verursachen nach Angaben der Polizei immer wieder schwere Unfälle. Sie seien enthemmter und überschätzten ihre Fähigkeiten. In Hamburg beraten noch bis Donnerstag Polizisten, Richter und Staatsanwälte aus 13 Bundesländern über das Thema.

Informationen zu P.I.A.

Ion-Gas GmbH