Hamburg (dpa/lno) - Der Hamburger Fußball-Landesligist FC Teutonia 05 demonstriert am Freitag gegen die Einschränkungen wegen zu großen Lärms. Der Verein ist nach einer Anwohnerbeschwerde gezwungen, den Spiel- und Trainingsbetrieb einzuschränken.

Teutonia 05 ist nicht der erste Fall, auch beim TSC Wellingsbüttel hatte es nach Anwohnerbeschwerden lange Zeit Einschränkungen im Spiel- und Trainingsbetrieb gegeben. "Ein Einzelner hat die Möglichkeit, dringend benötigte Bewegungsangebote einzuschränken", erklärte Karsten Marschner, Geschäftsführer des Hamburger Fußball-Verbands, am Donnerstag. Er befürchtet, dass die Einschränkungen im Spielbetrieb beim FC Teutonia noch lange andauern werden. Eine Gesetzesänderung habe man schon beim Bundesrat eingereicht, diese werde Teutonia aber frühestens Anfang 2017 helfen.

Die Partei "Die Linke" wandte sich in einer Anfrage an den Senat. "Zwar hat der Senat unsere Anfrage zum Anlass genommen, eine Abmessung in Auftrag zu geben. Aber es ist nicht nachvollziehbar, warum überhaupt Nutzungseinschränkungen erlassen wurden", sagte Mehmet Yildiz, sportpolitischer Sprecher der Fraktion.

Durch die Sanierung des Fußballplatzes in Ottensen zu einem Kunstrasenplatz entfällt der "Altanlagenbonus". Dieser erlaubt älteren Plätzen höhere Lärmwerte. "Wie der Senat jetzt zugibt, verfällt der Altanlagenbonus aber eben nicht, wenn Grand- in Kunstrasenplätze umgewandelt werden", so Yildiz. Im Moment können die Mannschaften in der Woche nur bis 21.00 Uhr trainieren, insgesamt fehlen so 2,5 Stunden Trainingszeit pro Woche.

Auch die Spielzeiten an den Wochenenden wurden gekürzt. Am Samstag darf die Anlage nur 300 Minuten genutzt werden. Am Sonntag sogar nur 180 Minuten. Außerdem muss die Mittagsruhe von 13-15 Uhr eingehalten werden. An Sonntagen kann nur noch ein Spiel stattfinden.

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