Hamburg (dpa/lno) - Der Jüdische Friedhof im Hamburger Stadtteil Altona soll nach dem Willen des Senats Weltkulturerbe werden. Am Dienstag beschloss der Senat, die Aufnahme des Jüdischen Friedhofs in die Welterbe-Liste zu beantragen. Die Anlage sei ein bedeutendes Zeugnis des sephardischen Judentums, teilte ein Sprecher der Kulturbehörde am Dienstag mit. Zuvor hatte sich bereits ein Gremium der Kultusministerkonferenz für die Aufnahme des Friedhofs in die deutsche Tentativliste stark gemacht, in der die deutschen Bewerber um den Welterbe-Status aufgelistet sind.

Bis zu ihrer Vertreibung im späten Mittelalter lebten sephardische Juden vor allem in Portugal. Danach bildeten sich auch in Hamburg Gemeinden. "Es ist unser fester Wille, diese Geschichte lebendig zu halten", sagte Kulturstaatsrat Carsten Brosda.

Jüdischer Friedhof Altona