München (dpa/lno) - Die Ermittlungen gegen drei Staranwälte im Zusammenhang mit einer gekauften falschen Aussage für die Partnerin eines Hamburger Millionärs vor dem Münchner Landgericht sind vom Tisch. "Das Verfahren war einzustellen, da sich keine begründeten Verdachtsmomente gegen die beschuldigten Rechtsanwälte ergeben haben", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft München, Florian Weinzierl, am Donnerstag auf Anfrage.

Steffen Ufer, Annette Voges und Gerhard Strate hatten die Partnerin des Hamburger Multimillionärs verteidigt, die 2015 bei einem Wiesn-Besuch nach rassistischen Beleidigungen gegen den früheren Fußball-Profi Patrick Owomoyela einen Mann mit einem Messer lebensgefährlich verletzt hatte. Noch im Prozess kam heraus, dass ein Entlastungszeuge gekauft werden sollte. "Ich nehme die Einstellung mit Befriedigung zur Kenntnis. An dieser Verdächtigung durch den Vorsitzenden Richter war nie etwas dran. Das haben wir schon von Anfang an betont", sagte Strate.

Kanzlei Ufer

Kanzlei Strate zu Richtervorwurf gegen Verteidiger und Dokumentation Protokoll Hauptverhandlung