Berlin/Schwerin (dpa/mv) - Im Intercity zwischen Hamburg und Stralsund wird es mit dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember kein Bordbistro mehr geben. Auf derselben Linie soll es zwischen Karlsruhe und Hamburg als Ersatz einen Service am Platz geben, teilte die Deutsche Bahn am Dienstag in Berlin mit. Zwischen Hamburg und Stralsund sei dies nicht vorgesehen.

Für die Änderungen gebe es mehrer Gründe. Einerseits seien die Bistro-Wagen altersbedingt sehr störanfällig. Andererseits verweilten die Kunden im Schnitt nur 90 Minuten in den Zügen dieser Linie. Nur fünf Prozent nutzten die Züge vier Stunden oder länger. In den Bistros würden überwiegend Getränke und Snacks verkauft. Die aufwendige und wartungsintensive Küchentechnik für Speisen sei kaum benötigt worden.

Auch Geld spielte bei der Entscheidung eine Rolle. "Um auch künftig wettbewerbsfähige Fahrkarten-Preise anbieten zu können, müssen die Kosten für das gastronomische Angebot in Intercity-Zügen mit geringer Nachfrage nach Speisen und Getränken gegenüber heute deutlich gesenkt werden", erklärte Bahnsprecher Holger Auferkamp. Der Betrieb von Bistros sei in den meisten Intercity-Zügen stark defizitär.