Hamburg (dpa/lno) - Für Flüchtlinge in Hamburg soll es im nächsten Jahr ein neues psychosoziales Beratungsangebot geben. Die International Psychosocial Organisation (IPSO) will dazu von Februar 2017 an 24 Flüchtlinge zu psychosozialen Beratern ausbilden, wie IPSO-Geschäftsführerin Inge Missmahl am Montag berichtete. Unterstützt wird deren einjährige Ausbildung mit 340 000 Euro von Unternehmer Michael Otto. "Die Berater kennen die Kultur und Probleme ihrer Landsleute und stellen daher nicht die falschen Fragen", sagte Otto.

Die Beratung soll laut IPSO keine medizinische oder gar psychiatrische Behandlung ersetzen, sondern ein Zusatzangebot sein. Die Suche nach den auszubildenden Flüchtlingen laufe noch. Gesucht werden Akademiker, vor allem aus dem sozialen oder medizinischen Bereich und mit ausreichenden Deutsch- oder Englischkentnissen. Sie sollen schon während ihrer Ausbildung vier bis sechs Flüchtlinge täglich betreuen. Ähnliche IPSO-Projekte laufen bereits in Berlin und Thüringen durch.