Hamburg (dpa/lno) - Nicht nur Hausärzte, auch Haustiere machen die Deutschen gesünder. 30 Millionen Hunde, Katzen und andere tierische Begleiter leisteten täglich "therapeutische Arbeit" bei gestressten oder einsamen Menschen, erklärte die Kaufmännische Krankenkasse in Hamburg. Zahlreiche Studien belegten die gesundheitsfördernden Effekte auf den Tierhalter. Bei Risikopatienten für Herz-Kreislauf-Erkrankungen hätten vor allem Hunde eine positive Wirkung. Das tägliche Gassigehen wirke günstig auf entscheidende Faktoren wie Übergewicht, Blutdruck und Cholesterinwerte.

Auch bei Traurigkeit oder Stress würden Haustiere helfen. "Unsere vierbeinigen Freunde merken ganz genau, in welcher Stimmung wir sind", sagte Günter Feigl vom Serviceteam der KKH Kaufmännische Krankenkasse in Hamburg. "Sie spenden Trost und heitern uns auf." Erwiesenermaßen führten die Anwesenheit und das Streicheln eines Tieres dazu, dass Stress reduziert und Glückshormone ausgeschüttet würden.

Alleinstehende oder Senioren profitierten besonders von der Lebensgemeinschaft mit einem Haustier. Es leiste Gesellschaft und vermittele das Gefühl, gebraucht zu werden. Menschen mit einem Vierbeiner an der Seite knüpften zudem leichter soziale Kontakte.

Die Befürchtung, dass Haustiere bei Kleinkindern Allergien oder Asthma auslösen könnten, sei unbegründet. Genau das Gegenteil sei der Fall: "Kinder, die mit einem Haustier aufwachsen, haben ein stabileres Immunsystem", erklärte Feigl.

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