Berlin (dpa/mv) - Ehrenamtliche Betreiber von Traditionsschiffen sehen ihre Schiffe weiter durch eine geplante Verordnung des Bundesverkehrsministeriums bedroht. Wie einer ihrer Vertreter am Dienstag in Berlin sagte, sollen künftig an Bord der alten Segler vielfach Standards der Berufsschifffahrt gelten. Viele der geforderten Umbauten seien nicht realisierbar oder nur mit einem Aufwand, der in keinem Verhältnis zum Nutzen stehe. Zudem erhöhe sich der Verwaltungsaufwand massiv. Sie forderten ein Konzept, das für Sicherheit sorge und gleichzeitig das ehrenamtliche Engagement ausreichend berücksichtige. In der jetzigen Fassung drohe in kommenden Monaten und Jahren ein "Schiffesterben". In Deutschland sind noch rund 120 Traditionsschiffe registriert.