Hamburg (dpa/lno) - Die Bildungsvoraussetzungen und das Einkommen in den Hamburger Stadtteilen weisen eine große Spreizung auf. Das geht aus einer Studie hervor, die das Statistische Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein veröffentlicht hat. Während mehr als 80 Prozent der Schüler aus den einkommenstarken Elbvororten Groß Flottbek und Othmarschen ein Gymnasium besuchen, sind es im einkommensschwachen Billbrook nur 11,9 Prozent. Mit durchgehend mehr als 80 Prozent gibt es die meisten Gymnasiasten in Groß Flottbek, Othmarschen, Rotherbaum und Harvestehude. Am geringsten ist ihr Anteil mit jeweils weniger als 20 Prozent in Billbrook, Harburg, Rothenburgsort und Veddel. Im Durchschnitt des Landes besuchen 44,9 Prozent der Schüler ein Gymnasium.

Auch bei den Einkommen und dem Ausländeranteil gibt es beträchtliche Unterschiede. So verdienen Steuerzahler im Stadtteil Nienstedten mit rund 139 000 Euro Jahreseinkommen mehr als zehnmal so viel wie Steuerpflichtige in Steinwerder und Kleiner Grasbrook (11 663 Euro). Der Ausländeranteil bewegt sich zwischen 2,8 Prozent in Altengamme und 77,6 Prozent in Billbrook.

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