Hamburg (dpa/lno) - Wegen eines blutigen Streits im Hamburger Rotlichtmilieu hat das Landgericht einen 35-Jährigen zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Der Angeklagte habe sich der gefährlichen Körperverletzung und der versuchten Nötigung schuldig gemacht, sagte der Vorsitzende der Strafkammer, Joachim Bülter, am Mittwoch. Im Streit um eine Prostituierte habe er zusammen mit seinem Zwillingsbruder einen anderen Mann aus dem Milieu bedroht und durch Schüsse schwer verletzt. Wer bei dem Zwischenfall in der Nacht zum 26. März 2015 im Stadtteil Marienthal schoss, konnte das Gericht auch in 45 Verhandlungstagen nicht klären. Es sei hochwahrscheinlich der Zwillingsbruder gewesen. Den Angeklagten stufte das Gericht als Mittäter ein. Der Haftbefehl gegen ihn wurde außer Vollzug gesetzt.