Greifswald-Insel Riems (dpa) - Die Vogelgrippe breitet sich weiter mit hoher Geschwindigkeit aus. Seit dem ersten Nachweis des hochgefährlichen H5N8-Erregers im Sommer im russisch-mongolischen Grenzgebiet sind inzwischen mit Europa, Asien und Afrika drei Kontinente betroffen. Experten des Friedrich-Loeffler-Instituts auf der Insel Riems sprechen mittlerweile von einer Pandemie unter Wildvögeln - also einer kontinentübergreifenden Ausbreitung der Krankheit.

"Die Ausbreitungsgeschwindigkeit ist beachtlich", sagte FLI-Präsident Thomas Mettenleiter. "Wir sehen im Moment keine Tendenzen zu einer Abschwächung, weder was die Zahl der gefundenen Vögel noch was die geografische Ausbreitung angeht." In Deutschland war der Erreger erstmals vor einem Monat, am 8. November, bei einer toten Wildente am Bodensee und verendeten Wasservögeln in Schleswig-Holstein nachgewiesen worden. Inzwischen sind 13 Bundesländer betroffen.