Hamburg (dpa/lno) - Im Prozess um das zu Tode geschüttelte Baby Tayler hat das Hamburger Landgericht den Stiefvater zu elf Jahren Haft wegen Totschlags verurteilt. Der 13 Monate alte Tayler sei von dem Angeklagten massiv und gewaltsam "10 bis 15 Mal geschüttelt" worden, begründete die Vorsitzende Richterin am Montag ihr Urteil. Das Urteil entspricht der Forderung der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hingegen hatte auf Freispruch plädiert.

Tayler war am 12. Dezember 2015 mit schwersten Hirnverletzungen und einem Schütteltrauma in die Notaufnahme des Universitätsklinikum Eppendorf eingeliefert worden. Er starb eine Woche später. Der 27-jährige Angeklagte war zuvor mit dem Kind allein gewesen. Das Kind stand zum Tatzeitpunkt unter Betreuung des Jugendamtes.