Hamburg (dpa/lno) - Die Hamburger Kirchen haben zu einer ökumenischen Gedenkveranstaltung für die Opfer des Lkw-Anschlags auf dem Berliner Weihnachtsmarkt aufgerufen. "Der Tod so vieler Menschen macht uns unendlich traurig", erklärte die Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck, Kirsten Fehrs, am Dienstag. "Wir sind erschüttert, dass ausgerechnet ein Weihnachtsmarkt das Ziel eines verbrecherischen Anschlages wurde." Die Bischöfin rief zugleich auf, besonnen zu bleiben und sich nicht vom Terror aufhetzen zu lassen. "In der Bibel heißt es: Lasst euch nicht vom Bösen überwinden, sondern überwindet das Böse mit Gutem! Daran wollen wir uns orientieren", betonte Fehrs.

Auch Erzbischof Stefan Heße gedachte der getöteten und verletzten Menschen. "Ich bete für sie und für alle Opfer von Terror und Gewalt", schrieb er in einer Mitteilung.

Das Bündnis der Islamischen Gemeinden in Norddeutschland erklärte, es trauere mit den Betroffenen der Opfer vom 19. Dezember. "In Berlin, in Zürich und auch in Ankara sind Menschen sinnlos und feige angegriffen und getötet worden." Damit bezog sich das Bündnis, zu dem rund 15 Moscheen in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen gehören, auf die Ermordung des russischen Botschafters in der Türkei und eine Schießerei in einer Züricher Moschee. Dort hatte ein Unbekannter auf Betende geschossen und drei von ihnen verletzt.