Hamburg (dpa/lno) - Der Hamburger Senat hat einen ökologischen Finanzausgleich für Bauprojekte auf Grünflächen und in Landschaftsschutzgebieten beschlossen. Der sogenannte "Naturcent" solle zu zwei Dritteln in Grünanlagen und zu einem Drittel in Naturschutzgebiete investiert werden, sagte Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) am Dienstag im Hamburger Rathaus. Durch die Bebauung von Grünflächen erhöhten sich die Grundsteuereinnahmen auf diesen Flächen. "Wir haben beschlossen, dass dieses Geld nicht in den Haushalt geht, sondern zu einhundert Prozent in das Sondervermögen für den Naturfonds", sagte Kerstan. Mit zunehmender Bebauung gebe es so mehr Geld, um andere Grünanlagen aufzuwerten. Der Hamburger Senat plant den Bau von 10 000 Wohnungen in der Hansestadt. Dabei sollen auch Grünflächen bebaut werden.