Hamburg (dpa/lno) - Wegen Verstoßes gegen das Waffen- und das Betäubungsmittelgesetz hat das Landgericht Hamburg einen Ex-Boss des Rocker-Clubs Mongols zu zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Der 38-Jährige legte am Freitag ein umfassendes Geständnis ab. Das wertete die Strafkammer im Berufungsverfahren strafmildernd. In erster Instanz hatte ihn das Amtsgericht im Juni vergangenen Jahres zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Beide Gerichte hielten es für erwiesen, dass der 38-Jährige im Besitz von scharfen Pistolen und Munition war, obwohl ihm das verboten worden war. Zudem war bei drei Durchsuchungen seiner Wohnung jeweils eine nicht geringe Menge Kokain gefunden worden. Nach einer Aussetzung des Haftbefehls war der Angeklagte untergetaucht, aber wenig später Anfang Juli 2016 in Nürnberg verhaftet worden.