Hamburg (dpa/lno) - Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) fürchtet angesichts des neuen US-Präsidenten Donald Trump um die guten Handelsbeziehungen mit den USA. Vor allem Trumps Drohung mit Strafzöllen für deutsche Importe bereiteten ihm Sorgen. "Ich kann gar nicht glauben, dass das umgesetzt wird", sagte der Senator am Freitag dem Hörfunksender NDR 90,3.

Auch in der rot-grünen Koalition der Hansestadt sieht man schwierige Zeiten aufziehen. "Deswegen ist meine Hoffnung, dass das Amt Trump ein Stück weit verändert, dass er lernt und die Realitäten sieht", sagte SPD-Fraktionschef Andreas Dressel. Sein Grünen-Kollege Anjes Tjarks forderte ein Zusammenrücken der EU, sollte Trump versuchen, Europa zu spalten. Auch CDU-Fraktionschef André Trepoll zeigt sich verunsichert ob Trumps Drohungen und widersprüchlichen Aussagen zu Europa. Er hoffe, "dass das, was im Wahlkampf manchmal geäußert wird, in der Realität anders stattfindet".

Trump wird der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Nach einem beispiellosen Wahlkampf und einem nicht reibungslosen Machtwechsel sollte er am Freitag um kurz vor 12.00 Uhr mittags (1800 MEZ) in der Hauptstadt Washington den Amtseid ablegen. Hunderttausende wollten an den Feierlichkeiten teilnehmen, Tausende dagegen protestieren.