Hamburg (dpa/lno) - Die Nominierung von Martin Schulz zum SPD-Kanzlerkandidaten hat den Hamburger Sozialdemokraten einen Mitgliederschub beschert. Seit Bekanntgabe der Personalie vor knapp einer Woche seien 86 neue Mitgliedsanträge eingegangen, sagte ein SPD-Sprecher am Montagmorgen der Deutschen Presse-Agentur. Üblicherweise erreichten monatlich rund 30 Eintrittsbegehren das Kurt-Schumacher-Haus.

Die SPD Hamburg profitiert damit in jüngster Zeit bereits zum zweiten Mal von Ereignissen außerhalb ihres Kerngebiets. Bereits nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten konnte sich die SPD über einen Mitgliederzuwachs freuen. Allein in den ersten zehn Tagen nach der US-Wahl am 8. November gingen 64 Anträge ein. Insgesamt verfügt die SPD Hamburg nach eigenen Angaben derzeit über rund 10 500 Mitglieder und ist damit die mit Abstand größte Partei in der Hansestadt.