Hamburg (dpa/lno) - Das Amtsgericht Hamburg-Altona hat eine städtische Finanzbeamtin wegen Untreue und Urkundenfälschung zu zwei Jahren und zehn Monaten Gefängnis verurteilt. Die 28-Jährige hatte nach Überzeugung des Gerichts von Januar 2015 an in zwölf Fällen Überweisungsformulare gefälscht und Gelder von Konten der Finanzbehörde auf ihr eigenes Konto und das ihrer Eltern überwiesen. "Es geht um einen Betrag von rund 418 000 Euro", sagte ein Gerichtssprecher am Mittwoch. Die Staatsanwaltschaft hatte drei Jahre Haft gefordert, die Verteidigung auf Bewährung plädiert. Die zweifache Mutter sagte aus, bei der ersten Buchung habe es sich noch um ein Versehen gehandelt. Ihr Anwalt sprach von einer "digitalen Kleptomanie", die sich danach bei seiner Mandantin eingestellt habe.

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