Hamburg (dpa/lno) - Trainer Ewald Lienen vom FC St. Pauli zeigt vor dem Heimspiel am Samstag gegen Hannover 96 wenig Verständnis für die Unruhe beim Gegner. "Die Probleme, die die in Hannover haben, hätte ich auch gerne. Personell ist das eine der bestbesetzten Mannschaften der Liga." Dass der Job von 96-Trainer Daniel Stendel auf der Kippe stehe, ist für Lienen kein Thema: "Ich bin mit anderen Trainern immer solidarisch. Aber als Trainer weiß man, dass man immer in Gefahr ist. Das ist bei mir nicht anders", sagte der Coach am Donnerstag.

Die Hamburger, die momentan auf Tabellenplatz 15 stehen, müssen gegen "96" 5ohne Christopher Avevor und Johannes Flum auskommen. Beide Mittelfeldakteure sind aufgrund einer Zerrung nicht einsatzbereit. Auch Innenverteidiger Lasse Sobiech kann wegen einer Gelbsperre nicht eingesetzt werden. Sören Gonther oder Philipp Ziereis stehen als Ersatz parat. Außenspieler Cenk Sahin, der sich im vergangenen Spiel gegen Union Berlin einen Pferdekuss zuzog, stieg am Donnerstag wieder in das Mannschaftstraining ein und könnte daher zur Verfügung stehen.

Lienen warnt speziell vor der Offensivstärke des Gegners: "Sie haben mit Martin Harnik, Niclas Füllkrug und Artur Sobiech drei starke Mittelstürmer. Das ist ein gewaltiges Offensiv-Potenzial." Es komme daher vor allem auf die richtige Einstellung an: "Gegen Mannschaften, die ganz oben stehen, muss man defensiv tausendprozentig stehen. Dazu gehört die letzte Leidenschaft und Konsequenz", betonte Lienen. Das Hamburger Millerntor-Stadion (29 546 Plätze) ist bereits ausverkauft.

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