Hamburg (dpa/lno) - Fußball-Bundesligist Hamburger SV hat den bis zum 30. Juni laufenden Arbeitsvertrag mit seinem ehemaligen Marketingvorstand Joachim Hilke gekündigt. Das bestätigte Hilke dem "Hamburger Abendblatt" (Freitag). "Dies steht offenbar im Zusammenhang mit Gerüchten hinsichtlich eines möglichen Interessenkonfliktes", sagte der 49-Jährige der Zeitung.

Dem im vergangenen November beim HSV ausgeschiedenen Ex-Vorstand Hilke wird vorgeworfen, mit dem Hamburger Trainingslager- und Testspiel-Vermittler Match IQ gemeinsame Sache gemacht zu haben. Demnach habe sich Hilke an Match IQ, das mit dem HSV bis zuletzt Geschäfte machte, beteiligt. Von Mauscheleien ist die Rede. Der HSV beendete am Donnerstag offiziell die Zusammenarbeit mit Match IQ.

"Das Vertragsverhältnis mit der Agentur wurde beendet", hieß es in einer Presse-Kurzmitteilung. Zur Personalie Hilke wollte sich der Verein am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur nicht weiter äußern.

"Inoffiziell bestätigt" vom Club wurde dem "Abendblatt", dass der HSV die Verbindung zwischen Match IQ und Hilke "prüfe". Der derzeit im Ski-Urlaub weilende Hilke wies die gegen ihn erhobenen Vorwürfe derweil zurück. Er sei zu keinem Zeitpunkt direkt oder indirekt an Match IQ beteiligt gewesen. "Mir sind keine Vorteile jedweder Art aus der Agenturbeziehung zugekommen", betonte Hilke, der nach Informationen der "Bild"-Zeitung zum 1. April oder 1. Mai bei Match IQ einsteigen wollte. Bis zur vollständigen Klärung des Sachverhaltes verzichtet Hilke nun aber auf ein Engagement bei der Agentur.

Bericht ,Hamburger Abendblatt' zu Hilke

Bericht ,Hamburger Morgenpost' zu Hilke