Hamburg (dpa/lno) - Das bislang befristete Glasflaschenverbot rund um die Hamburger Reeperbahn soll auf unbestimmte Zeit verlängert werden. Der rot-grüne Senat habe am Dienstag einen entsprechenden Gesetzentwurf beschlossen, bestätigte ein Sprecher der Innenbehörde am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. "Die Befristung soll entfallen, weil sich das Verbot bewährt hat." Seit dessen Einführung im Jahr 2009 seien deutlich weniger Verletzte zu beklagen. Der Hörfunksender NDR 90,3 hatte zuerst berichtet.

Die Hamburgische Bürgerschaft soll das Gesetz noch vor der Sommerpause verabschieden, da die noch bestehende Frist für das Verbot am 15. Juli ausläuft. Eine Zustimmung des Parlaments gilt als sicher. Die Abgeordneten hatten die Regelung bereits 2013 um vier Jahre verlängert.

Das Verbot war eingeführt worden, weil auf dem Kiez bei Streitereien immer wieder Flaschen als Waffe genutzt wurden. 2009 seien dabei 117 Menschen verletzt worden. Im vergangenen Jahr seien es 72 gewesen. Das Verbot gilt jeweils von Freitagabend bis Montagmorgen zwischen 22.00 und 6.00 Uhr sowie zur gleichen Zeit vor und an Feiertagen und betrifft alle Glasflaschen, unabhängig vom Inhalt. In diesen Zeiten ist es auch nicht erlaubt, Behältnisse aus Glas mitzuführen oder zu verkaufen.

Bericht NDR