Hamburg (dpa/lno) - Ein Hamburger Versandhandel für Büro- und Hygieneartikel hat über mindestens vier Jahre Kunden im gesamten deutschsprachigen Raum betrogen. Die Inhaber, Geschäftsführer und leitenden Mitarbeiter - sieben Männer und eine Frau - verurteilte das Hamburger Landgericht am Mittwoch zu Haftstrafen bis zu zwei Jahren und zehn Monaten. Die Angeklagten im Alter zwischen 30 und 48 Jahren verkauften nach Überzeugung der Strafkammer über ein eigens eingerichtetes Callcenter Toilettenpapier, Geschirrhandtücher, Gummihandschuhe, Kaffeepulver und andere Dinge zu überhöhten Preisen.

Angeblich sollte mit den Einnahmen die Ausbildung und Integration von Behinderten gefördert werden. In dem Prozess ging es um annähernd 100 Fälle zwischen 2011 und 2015 mit einer Schadenssumme von rund 32 000 Euro. "Nach unseren Erkenntnissen handelt es sich lediglich um die Spitze eines Eisberges", sagte die Vorsitzende Richterin.