Wiesbaden (dpa/lno) - Flaute in der Seeschifffahrt: Die in deutschen Seehäfen umgeschlagene Gütermenge hat im vergangenen Jahr stagniert - eine Folge des allgemein schwächelnden Welthandels. 296,5 Millionen Tonnen wurden von Schiffen aus- und eingeladen. Das war fast genauso viel wie 2015 (296,2 Mio Tonnen), wie Zahlen des Statistischen Bundesamtes vom Mittwoch zeigen. Zugelegt hat indes der Binnenverkehr mit einem Plus von 4,3 Prozent. Mit 8,5 Millionen Tonnen hat er aber nur geringen Anteil am gesamten Güterumschlag.

Von deutschen Seehäfen wie Hamburg oder Bremen/Bremerhaven wurden im vergangenen Jahr 1,5 Millionen Tonnen weniger Güter ins Ausland verschifft als ein Jahr zuvor. Dafür kamen aus anderen Ländern 1,3 Millionen Tonnen mehr Güter in den Häfen an.

Die Menge der aus- und eingeschifften Container lag mit 15,2 Millionen Standardcontainern (TEU) ebenfalls auf Vorjahresniveau. Den meisten Containerverkehr gab es mit China (3 Millionen TEU), gefolgt von den USA (1,4 Millionen TEU). Erheblich weniger Container wurden aus oder nach Russland verschifft (0,8 Millionen TEU) - im Vergleich zu 2015 lag das Minus hier bei 17,1 Prozent. Als Ursache nennen die Statistiker die EU-Sanktionen gegen Russland nach der Krimkrise.

Bundesamt zu Seeverkehr 2016